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Darmspiegelung

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Was ist eine Darmspiegelung?

Bei der Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt, handelt es sich um eine Untersuchung des Dickdarms, bei der die Darmschleimhaut auf Krankheiten untersucht wird. Dabei kann der Arzt oder die Ärztin den gesamten Dickdarm und den Enddarm einsehen. Für die Koloskopie nutzt der Arzt oder die Ärztin ein spezielles Instrument namens Koloskop. Es handelt sich um ein flexibles, schlauchartiges Gerät, das durch den Anus eingeführt wird. Das Koloskop ist mit einer Lichtquelle und einer winzigen Kamera ausgestattet, die dem Arzt oder der Ärztin eine direkte Überwachung der Untersuchung auf einem Monitor ermöglichen. Zusätzlich können über schmale Arbeitskanäle weitere Instrumente eingeführt werden, was es dem Arzt erlaubt, kleine Eingriffe oder Gewebeproben zu entnehmen. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie zum Thema Darmspiegelung wissen sollten.

Wann wird eine Untersuchung durchgeführt?

Eine Darmspiegelung kann aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein und dient häufig als Vorsorgeuntersuchung, um Veränderungen im Darm frühzeitig zu erkennen. Wann eine Darmspiegelung durchgeführt werden sollte, wird individuell mit dem Arzt besprochen. Neben den Symptomen spielen ebenfalls Faktoren wie das Alter und die persönliche oder familiäre Krankheitsgeschichte eine Rolle

Arzt zeigt auf Darm

Bei folgenden Beschwerden führt der Arzt oder die Ärztin in der Regel eine Koloskopie durch:

Ab dem 50. Lebensjahr sollte im Abstand von zehn Jahren jeweils eine Darmspiegelung durchgeführt werden, auch wenn keine Beschwerden vorhanden sind.

Wie läuft die Behandlung ab?

Um Koloskopien durchführen zu können, sind zunächst einige Vorbereitungen notwendig. Die eigentliche Untersuchung dauert meist nicht länger als eine halbe Stunde. In der Regel wird eine sedierende Medikation (Beruhigungsmittel) verwendet, um den Patienten oder die Patientin während des Eingriffs zu entspannen und Unannehmlichkeiten zu minimieren. Der Patient oder die Patientin liegt hierbei auf einer Liege, und der Arzt oder die Ärztin schiebt den Schlauch über den After in den Enddarm durch den gesamten Dickdarm ein. Gleichzeitig wird Luft eingeblasen, damit der Darm besser einsichtbar ist. Über den Monitor haben die Ärzte einen Einblick in den Darm. Der Arzt oder die Ärztin überprüft sorgfältig die Schleimhaut des Darms, während er das Koloskop langsam zurückzieht. Bei der Identifizierung von potenziell bedenklichen Gewebewucherungen besteht die Möglichkeit, dass der Arzt Proben entnimmt oder kleine Wucherungen wie Darmpolypen direkt entfernt.

Was müssen Sie vor und nach der Darmspiegelung beachten?

Die Durchführung einer Colonoskopie erfordert einen hohen Qualitätsstandard, daher ist vor der Darmspiegelung einige Vorbereitung notwendig. Vor der Untersuchung gibt es jedoch ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin, der oder die Ihnen alle Informationen zur Untersuchung gibt. Die Schleimhaut des Dickdarms sollte ohne Stuhlgang einsehbar sein, daher muss vor der Untersuchung ein Abführmittel zur Darmreinigung eingenommen werden. Schon Tage vor der Untersuchung sollte darauf geachtet werden, reichlich Flüssigkeit zu trinken. Am Tag vorher darf nur noch Flüssignahrung zu sich genommen werden. 

Arzt hält Koloskop

Am Tag der Darmspiegelung darf der Patient oder die Patientin keine Nahrung mehr zu sich nehmen und 2 Stunden vor der Untersuchung keine Flüssigkeiten mehr trinken. Wird ein blutverdünnendes Medikament eingenommen, sollte dies vor der Behandlung mit dem Arzt oder der Ärztin besprochen werden.

Nach der Untersuchung wird empfohlen, sich 60 bis 90 Minuten Zeit zum Ausruhen in einem Ruheraum zu nehmen. Am Tag der Untersuchung sollten Sie kein Fahrzeug steuern, daher ist es ratsam, eine Begleitperson für den Heimweg zu haben.

menschlicher Darm

Welche Risiken bringt eine Darmspiegelung?

Grundsätzlich treten bei dem Verfahren nur selten Komplikationen auf. Es handelt sich um eine Routineuntersuchung, bei der Patienten keine Angst haben müssen. Der Arzt oder die Ärztin ist jedoch verpflichtet, den Patienten über mögliche Risiken zu informieren, darunter Blutungen und die seltene Durchdringung der Darmwand durch das Endoskop. Aufgrund der Kurznarkose besteht zudem das potenzielle Risiko von Unverträglichkeitsreaktionen und Herz-Kreislaufproblemen.

Wer führt eine Darmspiegelung durch?

Meistens wird eine Darmspiegelung von einem Internist oder einer Internistin durchgeführt. Finden Sie hier alle unsere eingetragenen Ärzte & Gesundheitsdienstleister die Darmspiegelungen anbieten.