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Lebensretter Antibiotika: die Wunderwaffe gegen Bakterien

Inhaltsverzeichnis
Foto: Kateryna_Kon / © stock.adobe.com

Vor der Entdeckung von Antibiotika konnte eine einfache Wunde mit dem Tod enden. Infektionen waren oft unheilbar – bis Alexander Fleming zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Bühne betrat. Der schottische Bakteriologe wurde auf die Wirkung bestimmter Schimmelpilze auf Staphylokokken-Kulturen aufmerksam und entwickelte aus dieser Entdeckung heraus das Penicillin. Doch seine Entdeckung stieß kaum auf Interesse, was Fleming dazu veranlasste, seine Forschungsarbeiten aufzugeben. Erst um 1940 begannen sich zwei weitere Wissenschaftler für Penicillin zu interessieren, und bald bewährte sich das Arzneimittel als Wunderwaffe im Einsatz gegen bakterielle Infektionen. 1945 wurde Fleming für seine Entdeckung mit dem Nobelpreis ausgezeichnet

Welche Erkrankungen lassen sich mit Antibiotika behandeln?

Grundsätzlich gilt: Antibiotika werden bei Erkrankungen eingesetzt, die durch Bakterien hervorgerufen werden. Zu diesen gehören Lungen- und Hirnhautentzündungen ebenso wie Scharlach, Tripper oder Zecken-Borreliose. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Antibiotika nicht bei Erkrankungen wirksam sind, die durch Viren hervorgerufen werden. Dazu gehören Erkältungskrankheiten, Grippe und Masern. Bisweilen ist es schwierig festzustellen, ob eine bestimmte Krankheit durch Viren oder durch Bakterien hervorgerufen wurde. Bei bakteriellen Krankheiten ist es zweckmäßig und oftmals geradezu lebensnotwendig, Antibiotika einzunehmen

Was man bei der Einnahme von Antibiotika beachten sollte

Obwohl Antibiotika in vielen Situationen Lebensretter sind, haben die Arzneimittel auch ihre negativen Seiten. Genau genommen wirken sie sich negativ auf die Gesundheit aus, wenn sie nicht richtig eingesetzt werden. Viele Ärzte verschreiben viel zu schnell unspezifische Antibiotika, die ein breites Spektrum an Erkrankungen behandeln können. Dies ist deshalb ungünstig, da die Bakterien auf diese Weise eine Resistenz gegen die eingesetzten Mittel entwickeln können.

Eigentlich müsste der Erreger zuerst in einem Labortest festgestellt und anschließend ein passendes Antibiotikum verabreicht werden. Doch in der Praxis geschieht dies so gut wie nie, denn Tests sind kostspielig und nehmen zudem viel Zeit in Anspruch. Viele Patienten nehmen das verschriebene Präparat nicht so ein, wie es der Arzt angeordnet hat. Auch dadurch entstehen Resistenzen: Oftmals wird die Einnahme des Antibiotikums frühzeitig abgebrochen, sobald es dem Patienten besser geht. Dies hat jedoch zur Folge, dass besonders widerstandsfähige Erreger überleben und dem Antibiotikum gegenüber unempfindlich werden.

Wie würde die Welt ohne Antibiotika aussehen?

Gäbe es keine Antibiotika, würden problemlos behandelbare Erkrankungen wie Infektionen, MeningitisLungenentzündungen und Tuberkulose tödlich enden. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts waren diese Krankheiten mitunter ein Grund für die hohe Sterblichkeit unter der Bevölkerung. Erst mit der Entdeckung von Antibiotika wurden die meisten Infektionen zu medizinischen Bagatellen. In den Industrieländern sterben nur ein bis fünf Prozent an Infektionskrankheiten.

Wie eine Welt ohne Antibiotika aussehen könnte, lässt sich anhand der Daten in Entwicklungsländern ausmachen: Rund 40 Prozent aller Todesfälle sind auf eine Infektionskrankheit zurückzuführen.

Die Nebenwirkungen von Antibiotika

Antibiotika sind schon länger im Umlauf und gelten deshalb als sicher und allgemein gut verträglich. Bei manchen Menschen liegt eine Allergie auf bestimmte Antibiotika vor. In den meisten Fällen finden sich jedoch ein Antibiotikum, auf das man ausweichen kann. Die Einnahme von Antibiotika bleibt auch nicht ohne Nebenwirkungen. Am häufigsten betroffen ist der Magen-Darm-Trakt – es kommt zu Übelkeit, Durchfall und Bauchschmerzen

Fotoquellen: Adobe Stock, https://stock.adobe.com; https://elements.envato.com

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