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Betriebliche Gesundheitsvorsorge

Inhaltsverzeichnis
Foto: Robert Kneschke / © stock.adobe.com

betriebliche Gesundheitsvorsorge

Ziel der betrieblichen Gesundheitsvorsorge ist Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen. Da die meisten Menschen sehr viel Zeit im Büro verbringen, sollten sie sich dort auch unbedingt wohlfühlen. Nur wer sich bester Gesundheit erfreut, ist produktiv. Zwingend ist ein ganzheitliches Gesundheitsverständnis, an dem sämtliche Arbeitnehmer teilhaben. Dieser letzte Punkt ist besonders wichtig, denn nur so lassen sich ergriffene Maßnahmen auch erfolgreich auf die Arbeitnehmer übertragen.

Was gehört zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge?

Die betriebliche Gesundheitsvorsorge orientiert sich an bewährten Methoden der Organisationsentwicklung. Zuerst findet ein Strukturaufbau statt, der als Basis für die späteren Leistungen dient. Es wird beraten, welche Angebote verfügbar sein sollen und wovon die Arbeitnehmer besonders profitieren können. Zum Schluss werden diese Pläne auch umgesetzt und auch schriftlich ausgewertet – beispielsweise, indem die Mitarbeiter zu ihrem Gesundheitszustand befragt werden.

Welche Komponenten gehören zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge?

Die betriebliche Gesundheitsvorsorge ist klar strukturiert und umfasst mehrere Etappen. Auf die Planung folgt eine genaue Analyse: Es soll entschieden werden, welche Leistungen notwendig sind. In kleinen Arbeitsgruppen werden Entschlüsse gefasst, wie die Maßnahmen umzusetzen sind. Beim nächsten Schritt greifen die Prinzipien des Projektmanagements, die es erlauben, maßgeschneiderte Leistungen einzuführen.

Welche Leistungen könnten unter betriebliche Gesundheitsvorsorge fallen?

Je nachdem, ob auf die Gesundheit der Mitarbeiter oder des Unternehmens als solches abgezielt wird, ergeben sich unterschiedliche Maßnahmen. Geht es in erster Linie um die körperliche Gesundheit der Arbeitnehmer, können Gruppenangebote wie Lauftreffs oder Wanderungen nützlich sein. Außerdem spielen im betrieblichen Rahmen Kurse und Workshops zu verschiedenen Gesundheitsthemen eine wichtige Rolle. Dazu gehören unter anderem Vorträge zur Raucherentwöhnung oder Ernährungskurse. Darüber hinaus können präventive Aktionen durchgeführt werden, bei denen die körperliche Verfassung der Mitarbeiter einem Test unterzogen wird. Im seelischen Bereich nehmen Workshops zu Themen wie Konfliktlösung und Zeitmanagement eine wichtige Stellung ein.

Ist das Ziel jedoch die Gesundheit des Betriebes, müssen abweichende Maßnahmen ergriffen werden. In diesem Fall muss die Arbeitsgestaltung an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst werden. Neue Arbeitszeitmodelle und -abläufe, aber auch erweiterte Entscheidungsräume spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle. Um das gesundheitsfördernde Klima im Betrieb zu stärken, beschäftigt sich die betriebliche Gesundheitsvorsorge auch mit solchen Fragen wie der Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Verfügbarkeit rauchfreier Arbeitsplätze. Sogar das Essen in der Kantine kann sich überaus positiv auf die allgemeine Gesundheit der Mitarbeiter und des Betriebes auswirken. Zudem gibt es innerhalb der Betriebskultur Themen, die aufgegriffen werden müssen. So befasst sich die betriebliche Gesundheitsvorsorge beispielsweise mit Strategien zur Alkoholprävention und zur psychosozialen Gesundheit.

Wie kann man dieses Thema den Mitarbeitern näherbringen?

Es ist besonders wichtig, die Mitarbeiter in die einzelnen Schritte miteinzubeziehen. Es sollten zuerst Umfragen gemacht werden, um festzustellen, welche Wünsche und Anforderungen die Arbeitnehmer überhaupt haben. So kann man Probleme lösen und den richtigen Ansatz finden. Nicht selten kommt es zu Konflikten, da verschiedene Gruppen ihre eigenen Vorstellungen durchsetzen möchten. Hier gilt es, möglichst transparent zu arbeiten und den Arbeitnehmern die verschiedenen Maßnahmen zu erklären. Nur so schafft man ein Arbeitsklima, das für alle angenehm ist. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass in einem Betrieb zwangsläufig verschiedene Gruppen tätig sind. Dass die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter nicht mit denjenigen der Lehrlinge übereinstimmen, liegt auf der Hand. Hier muss man also versuchen, eine Brücke zwischen den einzelnen Gruppen aufzubauen. Am besten funktioniert dies mit entsprechenden Workshops oder Seminaren, in denen unterschiedliche Themen beleuchtet werden.

Ist die betriebliche Gesundheitsvorsorge eine Lohnnebenleistung?

Bei der betrieblichen Gesundheitsvorsorge handelt es sich in der Tat um eine Lohnnebenleistung. Diese wird auch als “Fringe Benefits” bezeichnet. Betriebe, die nur die besten Mitarbeiter anwerben möchten, locken oft mit solchen Zusatzleistungen. Eine gut funktionierende betriebliche Gesundheitsvorsorge macht ein Unternehmen für potenzielle Arbeitnehmer interessanter. Mitarbeiter sind motivierter, wenn sie Zusatzleistungen ins Anspruch nehmen dürfen. Außerdem dürfen auch die steuerlichen Vorteile sogenannter Fringe Benefits nicht außer Acht gelassen werden.

Was kostet es, was bringt es?

Von der betrieblichen Gesundheitsvorsorge profitieren sowohl Unternehmen als auch Angestellte. Dabei variieren die Kosten für die erbrachten Leistungen je nach Anbieter und auch nach dem Umfang der Leistungen selbst. Die Summe für sämtliche Maßnahmen ergibt sich aus den Kosten für die Maßnahmen, den laufenden Betrieb dieser Maßnahmen sowie die Freistellung der Angestellten. Unternehmen, die die Einführung von Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge planen, sollten sich unbedingt die Kosten für krankheitsbedingte Ausfälle errechnen lassen. Somit wird schnell klar, dass die durch Absentismus verursachten Kosten diejenigen für die betriebliche Gesundheitsvorsorge in den Schatten stellen.

Warum sollten Firmen jetzt in die betriebliche Gesundheitsvorsorge investieren?

Im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass Unternehmen mit einem gesunden Betriebsklima viel besser abschneiden als Unternehmen, die die betriebliche Gesundheitsvorsorge unberücksichtigt lassen. Unternehmen profitieren davon, wenn ihre Mitarbeiter sich am Arbeitsplatz wohlfühlen. Die richtigen Maßnahmen führen zu einer Erhöhung der Produktivität sowie zur Kohäsion im Betrieb selbst. Dank der verbesserten Produktivität steigt auch die Konkurrenzfähigkeit und mit ihr die Marktchancen des Unternehmens.

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