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Brustkrebsfrüherkennung – die häufigsten Fragen rund um die Brustkrebsvorsorge

Inhaltsverzeichnis

Er ist eine der am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen bei Frauen und verfügt über gute Chancen, geheilt zu werden: der Brustkrebs. Nicht minder intensiv ist der Schock, wenn die Diagnose Mammakarzinom gestellt wird. Doch es lassen sich Präventivmaßnahmen ergreifen. Um frühzeitig auf Veränderungen in der Brust und im umliegenden Gewebe reagieren zu können, ist eine Brustkrebsvorsorge – regelmäßig durchgeführt – unerlässlich. Im folgenden Beitrag erhalten Sie Antworten zu den Fragen, die häufig im Zusammenhang mit der Brustkrebsfrüherkennung gestellt werden.

Was ist unter der Brustkrebsvorsorge zu verstehen?

Die Brustkrebsfrüherkennung ist eine präventive Maßnahme, die dazu dient, die Sterblichkeit durch Brustkrebs zu verringern. Sie ist auch als Mammografie bekannt und für anspruchsberechtigte Frauen kostenlos. Es handelt sich dabei um eine Untersuchung auf freiwilliger Basis, welche im Jänner 2014 eingeführt wurde. Sie ersetzt die ursprüngliche Vorsorgeuntersuchung, wobei die anspruchsberechtigten Frauen dazu eingeladen werden. Im Interesse der frühzeitigen Erkennung von Anlagen für eine Brustkrebserkrankung ist eine Teilnahme an dem Programm allerdings absolut empfehlenswert.

Warum ist eine Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung so wichtig?

Mit dem Programm zur Brustkrebsfrüherkennung werden mehrere Ziele verfolgt. Im Vordergrund steht ganz klar, die Sterberate, welche aus Brustkrebserkrankungen resultiert, zu senken. Pro Jahr erkranken in Österreich etwa 5.600 Frauen an einem Mammakarzinom, von denen rund 28,5 % aufgrund dieser Diagnose sterben. Darüber hinaus gilt es aber auch, die Chancen einer Heilung zu verbessern und den Krebszellen entgegenzuwirken, bevor diese im Körper zu breit gestreut haben. Doch auch die Art der Therapie ist maßgeblich abhängig von dem Zeitpunkt, an welchem das Karzinom diagnostiziert wird. Je früher der Brustkrebs erkannt wird, desto schonender kann eine Brustkrebstherapie sein. Dies hat sowohl physische, als auch psychische Auswirkungen. Denn eine Brustkrebstherapie kann mit äußerst belastenden Nebenwirkungen für den Körper und die Psyche einhergehen. Je früher der Brustkrebs im Körper entdeckt wird, desto erträglicher können die mit der Therapie in Verbindung stehenden Begleiterscheinungen ausfallen.

Wie wird die Vorsorgeuntersuchung der Brustkrebsfrüherkennung durchgeführt?

Die für die Brustkrebsvorsorge verwendeten radiologischen Geräte unterliegen strengsten Qualitätsvorschriften, wodurch ein hohes Maß an Sicherheit bei der Vorsorgeuntersuchung besteht. Zwei Platten aus Kunststoff werden bei der Untersuchung um die Brust gelegt, wobei diese vorsichtig zusammengedrückt wird. Die flachere Beschaffenheit des zu röntgenden Gewebes ist erforderlich, um die Belastung mit Röntgenstrahlung so niedrig wie möglich zu halten und trotzdem ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Die von einer jeden Brust angefertigten Röntgenbilder beleuchten den Gesundheitsstatus aus verschiedenen Positionen. Nur so kann eine hohe Aussagekraft der Röntgenbilder zum gesundheitlichen Zustand der Patientin getroffen werden. Das Röntgen ist üblicherweise innerhalb von einigen Minuten abgeschlossen und es wird ein Mammografie-Befund erstellt. Wurden keine Auffälligkeiten in der Brust und dem angrenzenden Gewebe festgestellt, gilt der Mammografie-Befund in der Regel als negativ. Anderenfalls werden zwecks hieb- und stichfester Diagnose weitere Untersuchungen vorgenommen.

Für wen kommt das Programm zur Brustkrebsfrüherkennung infrage?

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Das Brustkrebs-Vorsorgeprogramm mit der sogenannten Screening-Mammografie ist für alle Frauen, die das 45. Lebensjahr erreicht haben, erstmalig vorgesehen und wird anschließend im Turnus von zwei Jahren wiederholt. Es gilt für Frauen bis zu einem maximalen Alter von 69 Jahren. Eine separate Überweisung zur Brustkrebsfrüherkennung ist nicht erforderlich. Darüber hinaus gibt es die Diagnostische Mammografie, welche bei Symptomen wie ertasteten Knoten, Schmerzen, aber auch bei Absonderung von Brustflüssigkeit durchgeführt wird. Auch eine Vorbelastung mit der Krankheit innerhalb der Familie bzw. eine bereits diagnostizierte, frühere Brustkrebserkrankung machen eine Diagnostische Mammografie – unabhängig vom Alter – notwendig.

Wo wird die Brustkrebsvorsorge durchgeführt?

Die Brustkrebsfrüherkennung wird von Fachärztinnen und Fachärzten für Radiologie vorgenommen, welche für diese Form der Untersuchung speziell zertifiziert sind. Außerdem gibt es spezielle Brustzentren, welche die Mammografie durchführen, und einige Spitäler verfügen über eine Abteilung, die sich auf die Brustkrebsfrüherkennung spezialisiert haben.

https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Nicht-uebertragbare-Krankheiten/Krebs/Brustkrebs-Fr%C3%BCherkennungsprogramm.html
https://www.gesundheit.gv.at/labor/untersuchungen/mrt-ct-roentgen/mammographie

Spezialisten zum Thema Brustkrebs

Fotoquellen: Adobe Stock, https://stock.adobe.com; https://elements.envato.com

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