Skip to content

Kreuzbandverletzung

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Kreuzbandverletzung?

Bei einer Kreuzbandverletzung handelt es sich um einen Anriss, Durchriss oder eine starke Überdehnung des vorderen oder hinteren Kreuzbandes. Die Kreuzbänder sind die wichtigsten Stabilisatoren des Kniegelenks. Sie kontrollieren gleitende und drehende Bewegungen des Schienbeinkopfes. Die Kreuzbänder verbinden das Schienbein mit dem Oberschenkelknochen. Ihren Namen verdanken Sie der Tatsache, dass sie sich etwa in der Mitte des Kniegelenks überkreuzen.

Was sind die Ursachen für eine Kreuzbandverletzung?

Durch eine zu starke Drehbewegung des Kniegelenks bei feststehendem Unterschenkel kann es zu einer Verletzung der Kreuzbänder kommen, wobei die Verletzung des vorderen Kreuzbandes häufiger ist. Die Kreuzbandverletzung ist eine typische Sportverletzung. Sie trifft zum Beispiel häufig beim Fußball, beim Tennis und beim Skisport auf.

Welche Symptome treten bei einer Kreuzbandverletzung auf?

Unmittelbar nach der Kreuzbandverletzung treten oft starke Schmerzen auf, die aber meist zügig wieder abklingen. Schwellungen des Knies können ebenfalls sofort, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt unter Belastung auftreten. Beim Gehen und Treppensteigen kommt es zu Gefühlen der Instabilität im Kniegelenk, die in der Intensität stark variieren können.

Welcher Arzt kann eine Kreuzbandverletzung diagnostizieren?

Die Diagnose einer Kreuzbandverletzung fällt in das Fachgebiet der Orthopädie. Die Symptome sind für eine Diagnose nicht spezifisch genug, da sie auch bei anderen Arten der Knieverletzung auftreten können. Bei Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung wird der Orthopäde zunächst den Schubladentest bei Ihnen durchführen.

Sie liegen dabei auf dem Rücken und Ihr Knie ist im Winkel von 90 ° gebeugt. Der behandelnde Arzt umgreift den Unterschenkel von vorne und legt die Zeigefinger dabei in Ihre Kniekehle. Lässt sich der Unterschenkel nun wie eine Schublade nach hinten verschieben, liegt eine Verletzung des hinteren Kreuzbandes vor. Ist eine Verschiebung nach vorne möglich, ist das vordere Kreuzband verletzt.

Diagnosesicherung nach klinischen Tests

Erhärten der Schubladentest und der oft ergänzend durchgeführte Lachmann Test den Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung, erfolgt eine MRT zur Diagnosesicherung. Röntgenaufnahmen werden ebenfalls durchgeführt. Sie geben zwar keinen Aufschluss über den Zustand des Kreuzbandes, machen aber begleitende Verletzungsschäden knöcherner Strukturen und bestehende degenerative Schäden erkennbar.

Behandlung einer Kreuzbandverletzung

Die Behandlung einer Kreuzbandverletzung erfolgt meist operativ. Dabei wird das beschädigte Kreuzband durch körpereigene Sehnen ersetzt. In Frage kommen hier zum Beispiel Beugesehnen der hinteren Oberschenkelmuskulatur oder Strecksehnen aus der vorderen Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps). Die OP wird in der Regel etwa sechs bis zwölf Wochen nach der Kreuzbandverletzung durchgeführt, wenn die akuten Beschwerden zurückgegangen sind.

Eine konservative Behandlung ohne OP kann angezeigt sein, wenn Sie sich im fortgeschrittenen Lebensalter befinden oder wenn es sich um eine Überdehnung mit nur mäßiger Instabilität als Folge handelt. Neben dem Aufbau der Muskulatur mithilfe von Physiotherapie kommen bei der konservativen Behandlung ergänzend auch Reizstrom- und Ultraschalltherapie sowie Kältetherapie in Frage.

Fotoquellen: Adobe Stock, https://stock.adobe.com; https://elements.envato.com

weitere interessante Artikel