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Erkrankungen des Hüftgelenks und die entsprechenden Behandlungen

Inhaltsverzeichnis
Erkrankungen und Behandlungen des Hüftgelenks

Verletzungen und Erkrankungen der Hüfte haben verschiedene Ursachen und können in jedem Alter auftreten. Allerdings nimmt das Risiko für eine Hüfterkrankung mit dem Alter zu. In der Hüfte befindet sich das größte und am stärksten belastete Gelenk. Hier erfahren Sie, welche Erkrankungen des Hüftgelenks am häufigsten auftreten und welche Möglichkeiten zur Behandlung vorliegen.

Die am häufigsten auftretenden Erkrankungen des Hüftgelenks

Coxarthrose (Hüftgelenksarthrose)

Eine Erkrankung des Hüftgelenks kann angeboren sein oder sich erst im Laufe der Zeit entwickeln. Je nach Art der Erkrankung wird eine entsprechende Behandlungsmethode gewählt. Im Erwachsenenalter macht sich die sogenannte Coxarthrose am häufigsten bemerkbar. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um den Verschleiß des Hüftgelenks. In einem gesunden Gelenk sind Hüftkopf und -pfanne mit einer Knorpelschicht überzogen. Nutzt sich diese ab, kommt es zu Schmerzen und später auch zu Bewegungseinschränkungen. Bei der primären bzw. ideopathischen Coxarthrose kann man keinen Grund für die Erkrankung finden, bei der sekundären Coxarthrose hingegen schon. Die Gründe für eine Coxarthrose reichen von angeborenen Defekten des Hüftgelenks bis hin zu einer Hüftkopfnekrose oder einem Hüftbruch.

Die Coxarthrose lässt sich zwar nicht heilen, kann jedoch in ihrem Fortschreiten gebremst werden. Bei der konservativen Behandlung kommen Physiotherapie, Elektrotherapie sowie die Einnahme entsprechender Medikamente infrage. Gelegentlich wird auch auf Behandlungsmethoden wie Magnetfeldtherapie oder Eigenplasmatherapie zurückgegriffen. Stellt sich keine Besserung ein, ist ein operativer Eingriff nötig. Ist die Arthrose bereits fortgeschritten, wird ein künstliches Hüftgelenk implantiert.

Hüftkopfnekrose

Bei dieser Erkrankung der Hüfte kommt es zu einer verminderten Durchblutung des Hüftkopfes. Als Folge stirbt das Knochengewebe ab. Zu den häufigsten Ursachen für diese Erkrankung zählen die Einnahme von Kortison sowie ein übermäßiger Alkoholkonsum.

Welche Behandlung gewählt wird, hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Im Anfangsstadium reicht eine konservative Therapie meist aus. Ist die Hüftkopfnekrose jedoch bereits weiter fortgeschritten, ist in der Regel eine Operation erforderlich.

Hüftbruch

Liegt eine Osteoporose vor, kann es schnell zu einem Hüftbruch kommen. Da ein Hüftbruch nimmt immer mit starken Schmerzen einhergeht, sollte man sich nach einem Sturz auf jeden Fall umgehend zum Arzt begeben, um das Hüftgelenk untersuchen zu lassen.

Angeborene Erkrankungen des Hüftgelenks

Hüftdysplasie

Bei der Hüftdysplasie ist die Hüftpfanne von Geburt an nicht richtig ausgeformt, was zu Beschwerden führt. Der Hüftkopf gleitet aus der Hüftpfanne ab. Die Hüftdysplasie sollte in den ersten drei Lebensmonaten behandelt werden. Erfolgt die Behandlung zu einem späteren Zeitpunkt, ist in der Regel eine Operation notwendig.

Morbus Perthes

Diese Erkrankung tritt ab dem sechsten Lebensjahr auf und betrifft mehr Jungen als Mädchen. Der Hüftkopf wird weniger gut duchblutet. Der Krankheitsverlauf ist relativ lang, wobei die Krankheit eine individuell angepasste Therapie voraussetzt.

Wer nimmt sich einer Hüfterkrankung an?

Wenn Sie an einer Hüfterkrankung leiden, sollten Sie unbedingt einen Hüftspezialisten aufsuchen. Bei der Untersuchung kommen Methoden wie Röntgen, Ultraschall oder MRT zum Einsatz. Anhand der Untersuchung des Hüftgelenks wählt der Arzt diejenige Behandlung, die am besten zu Ihrer Situation passt. In den meisten Fällen wird versucht, konservativ zu behandeln. Ist dies jedoch nicht möglich, führt der Hüftspezialist eine Operation durch.

Fotoquellen: Adobe Stock, https://stock.adobe.com; https://elements.envato.com

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